Pressemitteilung zur Jugendherberge Wingst

Schließung der Jugendherberge Wingst ist Einschnitt für die Region. Jetzt braucht es Perspektiven statt Stillstand.

Die angekündigte Schließung der Jugendherberge Wingst zum Ende der Saison 2026 ist ein schwerer Einschnitt für die gesamte Samtgemeinde Land Hadeln. Mit dem Wegfall von über 200 Betten verliert die Region nicht nur eine traditionsreiche Einrichtung, sondern auch einen wichtigen Baustein für Jugendbildung, Tourismus und regionale Wertschöpfung.

„Die Jugendherberge war über Jahrzehnte ein zentraler Lern- und Begegnungsort für Kinder und Jugendliche – weit über Wingst hinaus“, erklärt Uwe Burmester, Sprecher des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen in der Samtgemeinde Land Hadeln. Gerade Schulklassen und Gruppen hätten in der Nebensaison maßgeblich dazu beigetragen, dass Einrichtungen wie Zoo, Spielpark, Schwimmbad oder Waldmuseum regelmäßig besucht wurden. Der nun absehbare Gästeverlust werde spürbare Auswirkungen auf die gesamte Region haben.

Die Grünen zeigen Verständnis für die Entscheidung des Deutschen Jugendherbergswerks bzw. des DJH Landesverbands Nordmark. Der benannte Investitionsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe mache deutlich, dass ein Weiterbetrieb unter den bisherigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht realistisch sei. „Es wäre unseriös, die Fakten zu ignorieren“, so Burmester.

Gleichzeitig dürfe die Schließung nicht in einen langfristigen Leerstand münden. „Ein so großer und prägender Standort darf nicht einfach aufgegeben werden. Jetzt braucht es einen offenen und transparenten Prozess, wie dieses Gelände künftig sinnvoll genutzt werden kann“, betont Walter Rademacher, Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat. Denkbar seien neue Konzepte im Bereich Jugendbildung, Umwelt- und Naturschutz, Begegnung oder nachhaltiger Tourismus – idealerweise in Kooperation mit Land, Verbänden oder Stiftungen.

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen fordert, die politischen Gremien frühzeitig einzubinden und gemeinsam mit Verwaltung und möglichen Partnern Perspektiven zu entwickeln. „Die Schließung der Jugendherberge ist ein Warnsignal dafür, wie verletzlich soziale und touristische Infrastruktur im ländlichen Raum ist“, heißt es abschließend. „Gerade deshalb braucht es jetzt Gestaltungswillen, Kreativität und den Mut, neue Wege zu gehen.“

Kontakt:
Uwe Burmester: uwe.burmester@remove-this.gruene-landhadeln.de
Walter Rademacher: ing@remove-this.walter-rademacher.de



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